MEINE POLITIK



... die uns verwehrte Ortsumgehung - ein skandalöser Vorgang! - müssen wir zum Anlass nehmen, im Bestand sinnvolle und zukunftsweisende Änderungen vorzunehmen. Es muss dort attraktiv und zukunftsfähig bleiben mit einer hohen Wohn- und Aufenthaltsqualität. Ich möchte die Auswirkungen des demografischen Wandels gestalten.

 

Unsere Stadt hat sich in den letzten Jahren an vielen Stellen positiv verändert - und das, trotz der Haushaltssicherung, durch eine kluge und vorausschauende Finanzpolitik unseres Ersten Beigeordneten und Stadtkämmeres Stefan Redder.

In allen Ortsteilen entwickelt es sich nun Schritt für Schritt weiter und bringt neuen Schwung und neue Ideen in unsere Heimat. Dies gelang und gelingt nur mit der Hilfe vieler Unterstützer. Ich nenne es die "Neue Gemeinsamkeit". Da wird nicht geschachert, sondern ernsthaft diskutiert. Da wird sich nicht zerstritten, sondern engagiert debattiert. Ohne parteipolitisches Klein-Klein. Ohne persönliche Eitelkeiten. Sondern allein um das Wohl unserer Stadt willen. Und am Ende steht ein gemeinsames Ergebnis. Oft ein Kompromiss. Und Kompromisse sind der Klebstoff der Demokratie. Manch einer scheint das Fehlen der öffentlichen Zerstrittenheit, für die unsere Stadt jahrelang weit und breit bekannt war, zu bedauern. Ich dagegen begrüße das aktuelle Klima der kollegialen Diskussionskultur in unserer Stadt. Eben "Gemeinsam. Mehr. WIR."!

Was haben wir dadurch mit vielen Partnern erreicht? Gerne nenne ich Ihnen hier einige Beispiele:

  •  Die Schaffung eines multifunktionalen Bürgersaales im Rathausanbau in Richtung Marktplatz
  •  energetische und barrierefreie Zukunftssanierung des Rathauses
  •  die beiden Neubauten im Bereich Dieplohstraße (ehemalige Grundstücke Bergenthal und Teutenberg)
  •  der gerade fertig gestellte Neubau der Feuerwache in Belecke
  •  der aktuell begonnene Neubau der Feuerwache in Warstein
  •  der Skywalk in Niederbergheim
  •  neue und renovierte Radwege und Beschilderungen weithin im Stadtgebiet
  •  ausgeweitete Einkaufsmöglichkeiten an der Fritz-Joseph-Straße in Sichtigvor inklusive dem lang ersehnten Drogeriemarkt
  •  Neugestaltung und Erweiterung der Einkaufsmöglichkeiten Franz-Hegemann-Straße
  •  Neubauten von ALDI und LIDL in Suttrop

Es sind viele Millionen Euro privater Mittel dort hineingeflossen, allein rund 22 Millionen Euro von der Franz-Hegemann-Straße bis hin zum Domring. Einem Domino-Effekt gleich, haben sich immer mehr Investoren bereit gefunden, erhebliche Finanzmittel in unsere Stadt zu stecken. Investoren glauben wieder an die Stadt Warstein - wir sollten es auch tun!

Zudem: Die Stadt Warstein hat von 2016 bis 2019 allein 9,3 Millionen Euro öffentliche städtebauliche Fördermittel erhalten - dies konnte also mehr als verzehnfacht werden. Auch die Fördermittelgeber auf Landes- und Bundesebene haben neues Zutrauen in die Zukunft der Stadt Warstein gewonnen.

Neben den offensichtlichen baulichen Neuerungen im Stadtgebiet gibt es auch zahlreiche Punkte, die nicht sofort ins Auge fallen. Sie sind aber für das Ansehen und das Wohlbefinden in unserer Stadt nicht weniger wichtig, wie zum Beispiel:

  •  Waldhauptstadt 2020 - und auch 2021
  •  70er Zone im südlichen Ausgang der Stadt Richtung Meschede
  •  bald beginnende Neugestaltung des Dr. Segin Platz
  •  höchste E-Auto-Ladepunktedichte pro Einwohner deutschlandweit, als Teil des anzustrebenden freiwilligen Mobilitätsmixes (übrigens ohne einen Cent Steuermittel, sondern rein privat!)
  •  Einführung der Warstein-Card
  •  Über 3 Millionen Euro Fördermittel für das Lehrschwimmbecken Belecke neben der Sekundarschule;
      dadurch freiwerdende Mittel für das Lehrschwimmbecken Sichtigvor
  •  Bewegungs-KiTa Suttrop

Das alles - und noch viel mehr - trägt zu einer durchweg positiveren Stimmung in allen Ortsteilen bei und ist ein Grund dafür, dass entgegen der Prognosen von 2015 unsere Stadt nicht auf unter 20.000 Einwohner geschrumpft ist, sondern sich nach wie vor bei knapp 26.000 Einwohner hält. Dieser positive Trend muss fortgesetzt - nein, er muss sogar verstärkt und der demographische Wandel umgekehrt - werden.

Neben der Regulierung der B55 im Ortsteil Warstein ist schließlich die Mobilität im ganzen Stadtgebiet ein wesentlicher Faktor der Stadtentwicklung - sowohl für Private als auch für die Wirtschaft. Die Stadt Warstein ist daher vor wenigen Monaten dem NetzwerkMobilität NRW beigetreten. Hierdurch haben wir einen leichteren Zugang zu dem dortigen Fachwissen und zu den entsprechenden Fördertöpfen. Auch das schafft Zukunft!

... das muss nicht nur so bleiben, sondern ausgebaut werden. Ich will mich um diese Unternehmen kümmern und vorausschauend handeln. Hiermit meine ich eine digitale Stadt und ihren Breitbandausbau, einen verkehrsberuhigten Kern, den Ausbau der Wirtschaftsförderung sowie Stärkung der interkommunalen und regionalen Netzwerke.

 

Unsere Wirtschaft braucht Raum und strukturelle Möglichkeiten für die Entwicklung.

Mit der Erweiterung des Industrieparks Belecke Nord und den Änderungen im Bereich Wiebusch haben wir für weitere Unternehmen neuen Raum geschaffen. Diese bringen Wohlstand und Arbeitsplätze in unsere Stadt.

Der dringend benötigte weitere Glasfaserausbau ist in vollem Gange und schafft sowohl privat als auch für unsere Unternehmen wichtige Grundlagen für den Datenaustausch und die Schaffung von Home-Office-Arbeitsplätzen (siehe auch "Digitalisierung").

 

"Unser Mittelstand"

Diesen Weg müssen wir gemeinsam weitergehen. Die Wirtschaftsförderung der Stadt Warstein kümmert sich schnell, flexibel und effizient, sowie vorausschauend und zielorientiert, um unsere Unternehmen.

Die neu entwickelte Besuchsreihe "Unser Mittelstand" hat in den letzten fünf Jahren tiefe Einblicke in das vielfältig verwobene Wirtschaftsleben - sowohl regional wie auch international - in unserer Stadt mit ihren rund 10.000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen gegeben. Die Arbeitslosenquote ist bei uns traditionell kreisweit am niedrigsten.

 


Thomas Schöne bespricht mit Ministerpräsident Laschet wirtschftliche Herausforderungen von Kommunen im ländlichen Raum
   
"UnternehmerFrühstück90"

Die Vernetzung der etwa 30 mitarbeiterstärksten Unternehmen innerhalb unserer Stadt dient seit ebenfalls fünf Jahren das neue Format des "UnternehmerFrühstück90" - 90 gut investierte Minuten zum Austausch auf Einladung eines der dieser Runde angehörenden Unternehmen (im Übrigen keine Kosten beim Steuerzahler!).

... den Tourismus fördern, dass heißt auch, die Attraktivität und die Wohnqualität der Stadt Warstein insgesamt zu verbessern. Immerhin ist der eigene Bürger der erste Tourist!

 

Unsere Stadt hat touristisch viel zu bieten, auch wenn unser (Fichten-)Wald die letzten Jahre extrem gelitten hat. Dem wirken wir durch zukunftsgerechte, klimastabile Aufforstung entgegen. Startpunkt war der grandiose Bürgerwald zwischen Hirschberg und Niederbergheim mit über 1.100 privat gespendeten Bäumen. DAS nenne ich Bürgersolidarität und echten Bürgersinn.

 

Tourismusziele erweitern

Durch die bekannten Ausflugsziele, wie Wildpark und Höhle, Warsteiner Welt und die Brauerei, die Montgolfiade und der Warsteiner Herbst mit Brauerfestzug, der Lörmecketurm oder das Allwetterbad, kommen viele Touristen jedes Jahr in unsere Stadt. Ganz neue Attraktionen, wie der Skywalk, der Bogenparcour im Bilsteintal, das Klettergebiet am Hillenberg, die Erschließung und die Renovierung neuer Rad- und Wanderwege wurden - oftmals durch viel private Hilfe - geschaffen.

Wir müssen im Einvernehmen mit dem Forst und den privaten Grundstückseigentümern neue interessante (Mountain-)E-Bike-Routen schaffen. Eine erste Planung erfolgt zur Zeit am Tüppel unter Einbindung der Warsteiner Welt und des Jagdpächters, um auch hier bestmögliche Gemeinsamkeit zu erreichen. Andere Routen zur Eindinung aller Orsteile stehen schon fest. Weiteres muss im Einvernehmen aller betroffenen Akteure erfolgen. Andere Kommunen in Deutschland - auch und gerade im Sauerland - haben uns gezeigt, dass dies umwelt- und jagdverträglich geht. Die Stadt Warstein darf hier nicht abgehängt werden.

 

Zukunftsorientiert handeln

Das alles ist ein Ansporn für mich, mich weiterhin in der Zukunft für den Tourismus in allen Ortsteilen der Stadt Warstein einzusetzen!

Viele neue Projekte sind angedacht, beziehungsweise schon in der Planung. Ich denke hier zum Beispiel an die Erschließung der Wand am Orthagen, als Klettergebiet. Dadurch kommen hunderte neuer Routen zu den Bestehenden am Hillenberg und machen Warstein zum größten Naturklettergebiet in NRW. Schon jetzt haben wir, dank dem rührigen DAV, dadurch bundesweite Beachtung gefunden.

... dazu zählen optimale Betreuungsangebote, gleichwertige finanzielle Ausstattungen aller Schulen und Erhalt und Ausbau unserer Sport-, Kultur- und Freizeitangebote im gemeinsamen Zusammenwirken mit vielen ehrenamtlichen Partnern.

 

Ausbau der KiTa-Plätze

Für mich ist weiterhin der Ausbau der KiTA-Plätze wichtig. Auch hier haben wir in den vergangenen Jahren gemeinsam mit den Trägern viel erreicht. Die neu geschaffene Wald-KiTa oder die Auszeichnung der KiTa "Kleine Strolche" zum Bewegungskindergarten sind hier nur zwei Beispiele. Ein dickes DANKESCHÖN an alle Erzieher/innen in den Kitas unserer Stadt - und das sowohl in den kommunalen wie auch in den freien und kirchlichen Einrichtungen!

 

Schulstandorte gesichert und ausgebaut

Wir haben erfolgreich den Schulstandort Suttrop für die jüngsten Schüler/innen gesichert - als Teilstandort der Warsteiner Lioba-Schule. Getreu dem Motto: Kurze Beine, kurze Wege!

Bei der Digitalisierung ALLER Schulen sind auch unsere Grundschulen ein wichtiges Feld, denn bei den ganz jungen Menschen fängt das Thema schon an!

Auch haben wir in einem gemeinsamen Kampf mit Eltern- und Lehrerschaft erreicht, dass das Land NRW eine Standortgarantie für die Grimmeschule in Warstein gegeben hat, sei es als eigenständige Schule, sei es als Filialstandort (z. B. der Lippstädter Förderschule).

Im Schuljahr 2019/20 und auch für 2020/21 haben wir es geschafft, dass der ganz überwiegende Teil der Kinder aus unserer Stadt eine weiterführende Schule im Stadtgebiet gewählt hat. Der Trend der Vorjahre, eine Schule in einer Nachbarkommune zu besuchen, konnte erfolgreich und nachhaltig umgekeht werden. Das spricht für die hervorragende Arbeit von SekWa und Europagymnasium, mit denen wir als Stadt bestens kooperieren.

 

Weil es immer wieder zu Recht erwähnt wird: Bildung geht über staatliche Schulen hinaus!

Auch außerschulische Lernorte müssen wir weiter stärken (z. B. Erinnerungsorte an Krieg und Nazi-Diktatur oder Haus Kupferhammer) und die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der VHS kooperativ fortsetzen. Wir wollen uns mit unseren privaten Partnern dafür einsetzen, dass die Musikschule/n erhalten bleibt/bleiben.

 

Kommunale Netzwerkarbeit für junge Menschen

Durch die Teilnahme am Projekt "Gelingendes Aufwachsen - Netzwerk für Kinder" der LWL-Servicestelle legen wir Grundsteine für das Wohlergehen unserer Kinder im Alter zwischen drei und acht Jahren.

Es geht mir darum, einen Beitrag zu mehr Teilhabechancen und Zufriedenheit der Kinder zu leisten. Durch kommunale Netzwerkarbeit soll das Leben unserer kleinen Bürgerinnen und Bürger realistisch betrachtet werden, um die Lebensqualität positiv zu gestalten. Das entlastet und stärkt unsere Familien.

Nicht vergessen wollen wir das kommunale Engagement in der Nacht der Jugendkulturen, an der unsere Stadt immer mit mehreren Aktionen beteiligt ist.

 

Kinderparlament seit 2019

Das vom Jugendamt und mir ins Leben gerufene "Kinderparlament" tagte zum ersten Mal im Juni 2019. Ich wollte, dass die Kinder ein Mitspracherecht bekommen, wenn es um Entscheidungen geht, die sie selbst betreffen. Und es hat bestens funktioniert! Wir sollten auch Grundschulkinder und ihre Fähigkeit, eigene Bedürfnisse zu artikulieren, nicht unterschätzen!
Gewählte Schülervertreter aus den dritten und vierten Klassen debattierten z.B. über das Thema "Spielflächenplanung". Mein Ziel: dauerhaft die Wünsche und Ideen der Kinder in unsere Planungen mit einzubeziehen und Demokratie erlebbar zu machen.

Das hätten wir in diesem Jahr wiederholt, wenn Corona nicht dazwischen gekommen wäre. 2021 soll es dann wieder unter hoffentlich besseren Bedingungen wieder stattfinden.

 

Jugendarbeit

Ich möchte Kinder und Jugendliche dort fördern, wo mit herausragenden Ideen unsere Stadt attraktiver gestaltet wird. Beispielhaft ist hier der Verein "We Love Warstein" zu nennen, der im Wettbewerb Regionale 2025 für seine Weiterentwicklung des FH3-Konzept mit dem ersten Stern im Kreis Soest überhaupt ausgezeichnet wurde.

Um diese Unterstützung zu verstetigen, haben wir 2019 das Knder- und Jugendbüro wieder eröffnet, das erster Ansprechpartner in allen Belangen junger Menschen ist.

Und da es am Ende immer auch um Geld geht, haben wir die Zugangsvorsaussetzungen für die kommunalen Fördermittel deutlich erleichtert.

Wo ich ehrenamtliche Jugendarbeit pragmatisch unterstützen kann, tue ich dies gerne, etwa bei den St.-Georgs-Pfadfindern in Warstein oder dem Jugendraum einer privaten Initiative im Keller des Waldhausener Feuerwehrhauses.

 

... die LWL-Kliniken als zweitgrößter Arbeitgeber unserer Stadt müssen ebenfalls gestärkt werden. Für mich ist eine Zusammenarbeit mit Ortsansässigen aus der medizinischen Wirtschaft und benachbarten Kliniken wichtig, um die Vision von einer Gesundheitsstadt umzusetzen, die auch Standort von Vortrags- und Kongressveranstaltungen werden könnte.

 

AOK Sprechstunden in Warstein gesichert

Hier in unserer Stadt Warstein konnte nach vielen Gesprächen die Präsenz der AOK gesichert werden. Trotz Schließung der Geschäftsstellle im April konnten wir einen Teilerfolg verbuchen und jetzt werden Sprechstunden im Rathaus für die Versicherten angeboten.

      Thomas Schöne und Gesundheitsminister Laumann im Gespräch über die Zukunftssicherheit des Krankenhauses "Maria Hilf"
Famulatur im "Maria Hilf" - das Warsteiner Konzept

Die Sicherung der medizinischen Versorgung in der Stadt Warstein ist eines der wichtigsten Themen. Hier entstand die Idee, jungen Studentinnen und Studenten die Möglichkeit zu bieten, in ihrer Famulaturzeit nicht nur bei einem einzigen Arzt oder Krankenhaus eingesetzt werden können, sondern an verschiedenen Stellen im Warsteiner Stadtgebiet. So bekommen sie einen  umfassenden Überblick über die haus- und fachärztliche Versorgung und die stationäre und ambulante Patientenversorgung im Krankenhaus "Maria Hilf" oder der Psychiatriekliniken und Einrichtungen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe.

Das Warsteiner Konzept "Stadtfamulatur" wurde von der Soester Wirtschaftsförderungsgesellschaft (wfg) als "Kreisfamulatur" übernommen. Auch hier setzen wir Maßstäbe!

 

Drive In-Konzept während der Corona-Zeit
Während der Corona-Krise eröffnete Warstein kreisweit das erste medizinische Abstrichzentrum auf dem leeren Schulhof der ehemaligen Gutenbergschule. Die hier entnommenen Proben wurden zur Untersuchung ins Krankenhaus "Maria Hilf" gebracht. Auch dieses "Drive-In"-Konzept wurde anschließend von den Städten Soest, Lippstadt und Werl übernommen.

... dieser Wende wollen wir uns engagiert und ambitioniert öffnen. Für mich gehören Windräder, die besser als industrielle Großanlagen angesprochen werden müssten, aber nicht in den Naturpark Arnsberger Wald! Ich möchte unseren Wald als natürliche und geschlossene Region mit hohem Erholungswert erhalten. Dort, wo der Borkenkäfer weite Bestände vernichtet hat, müssen wir aufforsten. Denn der Wald ist der größte und nachhaltigste CO2-Killer. Nicht zuletzt will ich unsere geschützten Tierarten im Wald erhalten.

Stadt Warstein (be-)schützen

Wir spüren es allerorten: Die natürlichen Grundlagen unseres Lebens sind in Gefahr. Sie soweit zu schützen, wie es kommunal möglich ist, ist eine undedingte Pflicht. Wir können von unserer Stadt aus nicht die ganze Welt retten, aber wir können unsere kleine Welt ein wenig besser machen. Für alle Generationen. Denn: Klimaschutz ist Zukunftsschutz.
Klima- sowie Umwelt- und Naturschutz fangen für uns alle ganz konkret nicht irgendwo in Berlin, am Amazonas oder in chinesischen Kohlekraftwerken an, sondern vor der eigenen Haustüre und beim eigenen Verhalten.

 
Wasserschutz

Dazu gehört zuerst das wichtigste unserer Lebensmittel, das Wasser. Rat und Verwaltung der Stadt Warstein haben in den vergangenen Jahren zweifelsfrei Stellung bezogen: Unser reines Warsteiner Wasser gilt es nachhaltig zu schützen! In mehreren Beschlüssen haben wir dies verdeutlicht, auch und gerade mit Blick auf den Steinabbau. Allerdings entscheidet nicht die Stadt, sondern - je nach Rechtslage - der Kreis Soest oder die Bezirksregierung Arnsberg über den Abbau. Inzwischen werden wir immerhin angehört - und haben uns eindeutig positioniert. Keinesfalls wollen wir den Tiefenabbau und die damit einhergehenden Gefahren für das Grundwasser akzeptieren. Überhaupt fordern wir weiterhin die Aufstellung einer neuen Wasserschutzgebietsverordnung durch die Bezirksregierung Arnsberg.

 
 
  Thomas Schöne auf der Weltklimakonferenz der Kommunen in Bonn im Gespräch mit Teilnehmern über die weltweiten Herausforderungen des Klimaschutzes

Nicht vergessen sollten wir die Sprengschäden an Immobilien. Der Verweis auf genormte Werte greift in Warstein nicht, da wir keinen genormten Boden haben. Dies müssen wir in allen strittigen Fragen noch stärker herausarbeiten. Gleichzeitig müssen wir in dem moderierten und fachlich begleiteten Prozess des Arbeitskreises Folgenutzung gemeinsam mit allen Akteuren sichtbare Fortschritte in den Steinbrüchen erreichen. Die Positionen dort sind oft streitig, aber die Gesprächsatmosphäre ist sachlich und zielorientiert. Andere Kommunen, zum Beispiel Geseke, haben mit einem solchen Prozess viel erreicht. DAS wollen wir auch.

 

Windkraft

Der Naturpark Arnsberger Wald ist in Gefahr: 15 industrielle Windkraftanlagen am Rennweg sind beantragt. Unsere Rechtspositionen - sei es zu verfrühten öffentlichen Anhörungen, sei es zur Ermittlung von Daten zum Natur- und Landschaftsschutz - sind bislang von höheren Instanzen immer bestätigt worden. Alle sechs derzeit im Rat vertretenen Parteien haben der Verwaltung in mehreren Stellungnahmen und zuletzt vor wenigen Monaten bei einer Abfrage noch einmal bestätigt, dass sie in eindeutiger politischer Hinsicht gegen diese Maßnahmen sind. Vielmehr müssen wir unseren Wald klimastabil gestalten und die Kalamitäten-Flächen nach dem Fichtensterben entsprechend zukunftsgerecht aufforsten. Denn mit zahlreichen Wissenschaftlern bin ich der Meinung, dass der Wald der größte, nachhaltigste und dauerhafteste CO2-Killer ist. Übrigens: Das ist keine Ablehnung der Windkraft. Auf der Haar bietet das Stadtgebiet ausreichend Fläche. Und die Photovoltaik darf im Erzeugungsmix der Zukunft auch nicht vergessen werden. Unsere WVG führt dazu eigens ein Solarkataster, aus dem jedermann ersehen kann, wo sich die private Stromerzeugung aus Sonnenkraft lohnt.

 

 

Unsere Blumenwiesen

Weit über 10.000 m² ökologisch wertvoller Wildblumenwiesen wurden in den vergangenen zwei Jahren angelegt. Mähflächen und -frequenzen wurden allgemeinverträglich reduziert - an diesem Projekt wird weiterhin gearbeitet und optimiert. Mit unseren Landpächtern wurde der weitgehende Verzicht auf Insektizide und ähnliche chemische Stoffe vereinbart - ein Vorgang, der von den Imkern unserer Stadt fachlich begleitet wurde.

Die Stadt Warstein ist auf 3 Ebenen aktiv:

 

1. Kreisweiter Förderausbau im gesamten Stadtgebiet, der derzeit auf Hochtouren läuft

2. Privatwirtschaftlicher Ausbau, wie zzt. geplant in Mülheim und Sichtigvor

3. Erfolgreiche Teilnahme am sog. "6. Call" mit dem zukünftigen stadtweiten Breitbandausbau "bis zur letzten Milchkanne"

 

Industrie, Gewerbe und Einzelhandel sind auf diesen Ausbau ebenso angewiesen wie die allermeisten Privathaushalte (denken wir nur an zunehmendes Streaming oder E-Learning). Auch wer aktuell kein Breitband benötigt: Für die Zukunftsfähigkeit sowie den Wert von Haus und Grundstück ist Glasfaser essentiell!

 

Ebenfalls ganz wichtig: Die Digitalisierung unserer Schulen. Hier werden zzt. schulscharf Konzepte mit Unterstützung der Stadt Warstein erstellt, deren Verwirklichung mit knapp 300.000 EUR gefördert werden. Wir müssen hier ganz eng an der rasanten Entwicklung dran bleiben.

 

In der Stadtverwaltung halten wir bereits ein umfangreiches digitales Angebot für unsere Bürgerschaft über die städtische Homepage vor. Wie andere Kommunen auch, merken wir allerdings, dass die Bürgerschaft dies noch nicht intensiv genug nutzt. Wir müssen also unsere Öffentlichkeitsarbeit in diesem Bereich intensivieren, um perspektivisch der kommunalen Digitalisierung auf Bürgerseite zum Durchbruch zu verhelfen. Und wir müssen prüfen, ob unser Angebot in der Sache ausreichend und in der Form einfach zu bedienen ist.

Unsere traditionelle sauerländische Kultur ist durch zahlreiche Vereine, vor allem Schützenvereine und in unseren Breiten auch Karnevalsvereine, geprägt. Die Schützenhallen sind Orte des kulturellen Lebens und können als solche gar nicht überschätzt werden.

 

Wir haben aber noch einiges mehr zu bieten: Da ist zunächst die KulturInitiative (KI), die rein privaten Trägerin weiter Teile des städtischen Kulturlebens. Sing- und Sprechtheater, Musikaufführungen, Kino, Weiterentwicklung der klassischen Kupferhammerkonzerte und ... und ... und ... . Eigens erwähnen möchte ich das weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt Neujahrskonzert der Stadt Warstein.

Neben dem Haus Kupferhammer, das zugleich ein beeindruckendes Heimatmuseum ist, finden die meisten Veranstaltungen in der "Neuen Aula - Raum für Kultur" an der Sekundarschule statt. Erst kürzlich wurde der Nutzungsvertrag zwischen Stadt und KI nach einer erfolgreichen Probephase auf viele Jahre hin verlängert. Auch die überörtliche Presse, etwa das Magazin "Sauerland", hat schon über diese ungewöhnlich intensive und vorbildliche Kultur-Zusammenarbeit berichtet.

 

Neben dem Haus Kuperhammer haben wir weitere tolle Museen in unserer Stadt, als da sind das "Haus Dassel" in Allagen, die "Schatzkammer Propstei" in Belecke und das "Schmiedemuseuem" in Sichtigvor. Weltliche und kirchliche Kultur unserer Region wird dort hautnah erlebbar gemacht - klasse!

Zu nennen ist hier - last but not least - auch die "Infopoint Naturpark Arnsberger Wald" in Hirschberg, den wir mit Hilfe des Kreises Soest vor zwei Jahren neu errichten und einweihen konnten.

 

Ganz neu im Aufbau ist die "Künstlervilla" in der ehemaligen Direktorenvilla in der Lindenstraße. Es soll ein kreativer und inspirierender Ort für bildende Kunst, also Maler/innen oder Bildhauer/innen, werden. Wir stehen hier in sehr guten Gesprächen mit dem LWL, wobei ich vor allem das Engagement von LWL-Direktor Matthias Löb, Münster, hervorheben möchte. Vor allem steht die KI auch hier bereit, Verantwortung vor Ort zu übernehmen. Und eine nennenswserte Künstlergruppe hat sich schon zu ersten Gesprächen zusammengefunden, um organisatorische und gestalterische Vorfragen zu erörtern. Wir bleiben dran!

 

Die Jugendkultur ist ein ganz wichtiges Stichwort. Erfolgreich haben wir das FH3-Projekt zum ersten Regionale-Stern begleitet, erwachsen aus dem Jugendprojekt "Happy Locals". Die Bemühungen von We love Warstein e. V. (WLW) wurden auf meinen Vorschlag hin vom Kreis Soest und dann noch einmal vom LWL mit Jugendpreisen geehrt.

Die Stadt Warstein organisiert erfolgreich die schon mehrfache Teilnahme unserer Stadt an der "Nacht der Jugendkultur". Auch die hervorragend besuchten mehrachen Skater-Lehrgänge und den Aufbau einer mit LEADER-Mitteln geförderten Skateranlage hinter der Belecker Schützenhalle dürfen wir nicht vergessen.

Das alles müssen wir intensivieren, um jungen Menschen eine eigene Perspektive in unserer Stadt zu geben.

 

Zur Kulturarbeit gehört - last but not least - auch die Pflege unserer Städtepartnerschaften. Gleichsam das "Außenministerium" unserer Stadt sind die Warsteiner Europafreunde (WEF). Sie halten mit ihren Schwesterorganisationen in Hebden Royd (GB), Pietrapaoala (I), Saint Pol (F) und Wurzen (D/Sachsen) engsten Kontakt und übernehmen damit - ebenfalls auf ehrenamtlicher privater Ebene! - die Hauptlast der Partnerschaftspflege. Diesem vorbildlichen Tun gebührt unser aller Dank. Gerne unterstütze ich die WEF-Arbeit, zuletzt beim digitalen Jubiläum mit Hebden Royd als Zoom-Konferenz!

Eine ganz besondere Erwähnung verdienen unsere ehrenamtlichen Hilfsdienste von DRK und Malteser Hilfsdienst sowie Freiwilliger Feuerwehr der Stadt Warstein.

Letztere nimmt sogar gesetzliche Pflichten wahr, ohne die wir eine hauptamtliche oder gar eine Berufsfeuerwehr benötigten. Alle Feuerwehrleute erhalten daher auch seit einigen Monaten kostenlosen Eintritt ins Warsteiner Allwetterbad - das war ein lang gehegter Wunsch aller Einheiten, den die Stadt bzw. unsere Stadtwerke gerne in Abstimmung mit dem umtriebigen Stadtfeuerwehrverband erfüllt haben. Als Gegenleistung sind spezielle Übungen, z. B. zu Chlorgasunfällen, vereinbart.

 

Unzählige Männer, Frauen und Kinder unserer Stadt engagieren sich im Ehrenamt. Sie tun dies über die Hilfsdienste hinaus in Sport-, Schützen- und Karnevalsvereinen, in kirchlichen Gruppierungen, in Chören, in Frauen- und in Männergruppen, bei der AWO und dem VdK, beim Siedlerbund, im Mieter- und im Grundbesitzerverein, in politischen Parteien, Gruppen und Gremien und bei vielem Anderen mehr. Ich bitte um Nachsicht, dass hier nicht alles aufgezählt werden kann.

Aber wir sehen bereits: Alle Altersgruppen und Geschlechter und viele Interessenlagen werden abgedeckt. Und es wird vor allem eine - hier und da leider unterschätze - Kinder- und Jugendarbeit gemacht. Das ist absolut großartig!

 

Nicht vergessen sollten wir die rd. 150 Ehrenamtlichen, die sich in der Flüchtlingsarbeit - vor allem in den besonders herausfordernden Jahren 2015/16 - engagiert haben und dies teilweise bis heute tun. Den Ehrenamtlichen und deren guter Zusammenarbeit mit den hauptamtlichen Kräften im Rathaus ist es zu verdanken, dass wir hier in der Stadt Warstein keinerlei nennenswerte Probleme in diesem Bereich hatten und haben.

 

Neben der Ehrenamtskarte unterstützt die Stadt auch mit reduzierten Mieten bzw. Nebenkosten in städtischen Gebäuden. Dabei muss es bleiben. Ein RIESENGROSSER DANK an alle Ehrenamtlichen!!! Ich werde sie auch weiterhin nach besten Kräften unterstützen!!!

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